1999 ff. martin hufner, regensburg
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Maria Joao, Mario Laginha: Chorino Feliz
Verve 543 749-2
Was passiert, wenn eine Portugiesin auf einen Brasilianer trifft und
beide zusammen afrikanisch intonieren? Weltmusik? Vielleicht, aber die
Fährte führt eigentlich in die Irre. Es verschmelzen emotionale
Energien aus unterschiedlichen Kulturen, die in diesem Falle durch die
Kompositionen und Arrangements von Mario Laginha aufgefangen und federnd
zurückgespielt werden. Die Stimme von Maria Joao ist wie ein Steinbruch
verschiedenster Artikulationstechniken. Wenn diese zusammenkommen mit
den eher „unkomplizierten” brasilianischen Stimmen von Gilberto
Gil und Lenine, dann ergänzt und reibt sich das herrlich. „Chorino
Feliz” ist ein Feuerwerk aus Arrangements und extremer technischer
Nachproduktion. Ja, es sind beinahe Hörspiele aus Musik – und
entsprechend sind alle Stücke der CD eigenwillig lang, folgen einer
kaum durchschaubaren Logik. Dabei ereignet sich das Unfassbare: Nichts
wirkt gekünstelt, obwohl nichts spontan ist.