16
May
07

Gegenskript I

Hufi bei der AquiseNeulich heulte ich noch rum wegen diverser Anrufe, die einen so überfallen. Siggi hat mir dann empfohlen, es doch mit einem Gegenskript zu probieren (Gegenskripthieralspdf). Man werde sehen, ergänzte er, das wird helfen wie ein prophilaktisch migenommener Regensschirm. Pustekuchen: Das Gegenteil war der Fall. Eben gerade wollte ich mir das Gegenscript einmal genauer ansehen. Just in dem Moment ruft schon jemand an. SKL, Günther Jauch … . Nun war ich mit dem Gegenscript gerade mal wenige Sekunden zusammen. Und gleich einsetzen?

Warum nicht. Aber doch langsam und vorsichtig. Ich habe die Anruferin nicht ihren Namen buchstabieren lassen und bin auch nur zur Frage nach ihrem Gehalt gelangt. Die Fragen nach den Zähnen habe ich mich nicht getraut zu stellen, dafür war mir das Gegenüber einfach zu sympathisch. Aber bemerkenswert war in jedem Fall.

  1. Es gelang mir ohne Probleme mich als Fragesteller zu authorisieren
  2. Alle Fragen wurden tatsächlich auch beantwortet
  3. Es war sogar lustig

Zum Schluss kicherten wir beide. Die Anruferin fragte mich, ob das ein Hobby von mir sei, was ich unwahrheitsgemäß bejahte. Überhaupt bei: »Und gefällt ihnen Ihr Job?« antwortete die Anruferin, es käme darauf an, mit wem man telefoniere. Jetzt gerade gefalle ihr der Job. (Sie wird, wie sich ermitteln ließ, nach Gesprächen bezahlt.) Da ich ihr dabei nicht im Wege sein wollte, habe ich mich für das Gespräch bedankt und aufgelegt.

Aber mulmig ist mir bei so etwas schon. Allein, dass man so unsinnig jemand ausfragt, ist ein ganz ungutes Gefühl. Da man ja doch bis zu einem gewissen Grade in die Privatsphäre eindringt. Die »natürliche« Distanz zwischen den Menschen wird durch so einen Fragebogen kraft formalistischer Kälte außer Kraft gesetzt.

So was ist echt nicht meine Welt.


Vor einem Jahr

  • 2009-09-10 Leider nichts verfasst