Archive for May, 2007

31
May

Glockenburg

Wenn es so nicht geht, dann geht es anders.

Schon seit einiger Zeit wollte ich auf einen hochdifferenzierten Beitrag in der Zeitschrift Salbader hinweisen. Theo Fuchs hat sich mit der Schwerkraftreform befasst. Viel genauer kann man Gesetzgebungsverfahren und -folgen nicht beschreiben. Bov Bjerg schreibt über beschissene Jobs. Aber auch abseits des Salbader findet sich manches. Und jetzt wirds anders ernst:

Krystian Woznicki fragt unter anderem in der Berliner Gazette unter der Überschrift “Anfang ohne Ende”: “Warum haben die Protestbewegungen in den Nuller Jahren keine vergleichbare Erzaehlung des Aufbruchs ersonnen, die die globale Oeffentlichkeit genauso durchdringt, wie ihre punktuelle Intervention vor dem Dritten Golfkrieg?” und ruft auf: “Globalisierungskritik. Wie weiter?”

Redunzl berichtet vom “ende einer karriere”. Ein ganz famoser Text für den man viele Grübelei oder Analysen wegwerfen kann. Ein Beispiel dafür, was Literatur besser kann als alles nur kultur-kritische Gefasel. Da bleibt einem die Spucke weg. Vor allem kann einem dann das Maschendrahtzaun ZweiPunktNullige des Blogbashings, wie zurecht auch immer, als Larifari egal sein. Buster hat ein Gedicht: Sperrzone.

Und bei Pepa geht es um Assisi mit Flügelschlag. Absolut sehenswert.

29
May

U-Musikverleger: Ein klares “Vielleicht”

Der Grund für eine Pressemeldung der U-Musik-Verleger im Deutschen Musikverlegerverband ist nicht so recht zu ermitteln. Es geht jedenfalls um den Einsatz von DRM. Man sieht es nicht als “heilige Kuh”, aber wenn der Inhaber der Leitungsschutzrechte, in der Regel ein Tonträgerunternehmen darauf besteht, muss auch der Musikverleger mitziehen, so kann man es lesen. Die heilige Kuh ist nicht vom Eis sondern als schwarzer Peter an die Tonträgerindustrie weitergegeben worden. Die Musikverleger bestehen nicht mehr auf einer DRM-Zukunft; und folgen damit offenbar einer allgemeinen Entwicklung. Allerdings verbinden sie mit DRM, sofern eingesetzt, ein paar Forderungen.

Nach Auffassung der Musikverleger ist DRM aber keine „heilige Kuh“. Vielmehr muss pragmatisch ein wirksames Mittel gegen Piraterie eingesetzt werden, das sich allerdings nicht als Absatzbremse erweisen darf, sondern auch den lnteressen der Musikkäufer Rechnung trägt. [Quelle]

Und es muss Interoperabilität gewährleistet sein. Also, dass man die legal erworbenen Tonträger (hart oder weich) auch überall abspielen kann. Damit setzt sich der Deutsche Musikverleger-Verband ab von seiner Position im letzten Jahr (die “Kritische Masse” berichtete). Damals vermutete man, dass sich in absehbarer Zeit DRM-Techniken durchsetzen würden. Und damals wehrte man sich gegen DRM aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre. Was die Musikverleger natürlich nicht daran hindert, Auskunftsansprüche gegen Internet-Providern wegen Internetpiraterie zu fordern, um zivilrechtlich dagegen vorgehen zu können (Pressemeldung 13.12.2005).

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